Erlebnis- und Umweltpädagogik

Reinhard Zwerger unter Mitwirkung von Peter Bürkle und Oliver Dorgerloh

Die EH Freiburg führt in Zusammenarbeit mit der Zwerger & Raab GmbH (ZR, http://www.zwerger-raab.de ) und einzelnen Mitarbeitern als Privatpersonen sowie Absolventen der seit 1995 angebotenen Zusatzqualifikation die studienbegleitende Zusatzqualifikation Erlebnis- und Umweltpädago-gik (ZQ) durch.

Diese kann von den Studierenden des Studiengangs Soziale Arbeit studienintegriert durchgeführt werden, indem sie entsprechend der Aufstellung Lehrveranstaltungen und Module im 4. bis 6. Semester belegen und die entsprechenden Studien- und Prüfungsleistungen erreicht werden. Studierende der RP können die Veranstaltung als zusätzliche (nicht studienintegrierte) Leistung belegen und die Qualifikation erlangen.
Voraussetzung zur Teilnahme ist einzig der Wille und das Vermögen, die angebotenen aktiven Bausteine der ZQ komplett durchzuführen. Gesundheitliche Bedenken gegen die Teilnahme an der ZQ dürfen nicht bestehen. 

Die maximale Teilnehmerzahl wird auf 18 Studierende festgelegt. Bei mehr als 18 Bewerber/innen entscheidet das Los über die Teilnahme. Vorstellung des Programms, Anmeldung (bis 15.12.) und Auswahl der Teilnehmer/innen erfolgen im Laufe des 3. Semesters.
Zur Erlangung des Zertifikates müssen diverse Leistungsnachweise (s.u.) erbracht werden. Diese sind vom Studierenden zu sammeln und zur Erlangung des Zertifikates vorzulegen.

ZIELE und INHALTE der WEITERBILDUNG
• Vermittlung theoretischer Grundlagen der Erlebnis und Umweltpädagogik
• Praktische Techniken und Methoden  kennen- und anwenden lernen
• Sensibilisierung für Zusammenhänge und Wechselwirkungen in der Natur
• Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung bei verschiedenen Zielgruppen kennen lernen
• Analyse von bzw. Umgang mit Gruppenprozessen
• Reflexion des eigenen Verhaltens und das Öffnen neuer Erlebnisräume
• Befähigen zum selbstständigen Planen, Organisieren und Durchführen von Projekten

Während der ersten Phase der ZQ gibt es einen sehr ausführlichen Einblick in die Arbeit eines Erlebnis- und Umweltpädagogen. Was ist EP? Was unterscheidet EP von Freizeitpädagogik? Welche Reflexionsmodelle werden aktuell praktiziert und diskutiert? Wie kann EP an die Begebenheiten verschiedenster Zielgruppen angepasst werden? Natürlich steht auch hier bereits das praktische eigene Erleben im Vordergrund. Die Studierenden sollen an sich selbst die Wirkungsweise von EP erfahren und dabei den ersten praktischen Umgang mit Reflexionseinheiten erleben.
An praktischen Erfahrungen sind Themenblöcke zu folgenden Inhalten geplant:
• Interaktionsspiele und Lernprojekte
• Erlebnisraum Fels: Klettern und Abseilen
• Erlebnisraum Wasser: Kanutouren, Gewässerökologie
• City Bound: Erlebnispädagogik in der Stadt
• Wahrnehmung in der Erlebnis- und Umweltpädagogik
• Nieder- und Hochseilgarten
• Wildnistraining
• und vieles andere mehr.
Erlernte Natursportarten so wie Reflexionstechniken sollen im Verlauf von Projekten in der Phase 2 erprobt werden. Jeweils 4  Studierende suchen sich dazu eigenständig Zielgruppen, mit denen eine Veranstaltung durchgeführt und danach mit Methoden der qualitativen Sozialforschung evaluiert wird.
Schwerpunkt der Seminarphase wird die Praxis in der Natur sein, wobei ein fließender Übergang zwischen erlebnis- und umweltpädagogischen Inhalten praktiziert wird. Es ist unser Ziel, die Lernatmosphäre lebendig und ganzheitlich zu gestalten.
Die Vermittlung von Wissen und Techniken wird ergänzt durch ausführliche Reflexionsphasen und Gespräche über die Möglichkeit der pädagogischen Umsetzung und des Transfers. Die TeilnehmerInnen sind durch die Gestaltung von Referaten und eigenen Projektarbeiten aktiv an diesen Prozessen beteiligt.
Teilweise handelt es sich bei der Seminarphase um eintägige Veranstaltungen (i.d.R. von 9.00 bis 17.00 Uhr), teilweise und nach vorheriger langfristiger Terminbekanntgabe um 2- bis 5-tägige Kurse. Diese Blöcke werden oft unmittelbar vor bzw. nach Semesterbeginn/-ende, also in der „vorlesungsfreien Zeit“, durchgeführt. Von den Studierenden wird die Bereitschaft erwartet, sich in dieser  Zeit außerhalb des Semesters zu engagieren.

Kosten: 480 Euro (Selbstbeteiligung SB, Zahlung kann auf drei Semester verteilt erfolgen)
Die Gruppe sorgt in gemeinsamer Absprache für Unterkunft, Verpflegung und eventuelle Anfahrt. Die Kosten dafür sind nicht in der SB enthalten und werden auf die Teilnehmer umgelegt.

Bei Fragen: bitte per Mail an reinhard[at]zwerger-raab.de

Detaillierte Informationen zum Angebot als pdf-Datei
 

Zertifikat „Erlebnis- und Umweltpädagoge/in“

Verleihung durch:   Zwerger& Raab GmbH Hinterzarten
Evangelische Hochschule Freiburg in Verbindung mit dem Bachelorzeugnis an der EH

Zur Erlangung des Zertifikats Erlebnis- und Umweltpädagogik werden angerechnet:

PZ: Präsenzzeit, SS: Selbststudium, WL: Workload

Modul

Inhalt

Sem.

Prüfungsleistung

Workload

-

Infoveranstaltung während er Studientage im Oktober

3

-

-

 

Verbindliche schriftliche Anmeldung bis 15.12. (im 3. Semester)

3

   

4.3.b

Praktische Erlebnis- und Umweltpädagogik, Hard- und Softskills,

Zusatzqualifikation 1 (WP)

ÄKK Zusatzqualifikation I, 2 SWS; Präsenzzeit*: 30 h

4

1 PL (Kurstypische Arbeit KTA), benotet, Referat

30 PZ

60 SS

90 WL = 3 CP

6.2

Forschungsmethoden

4

PL (KTA)

4 SWSZI + Eigenarbeit
3 CP

4.4.b

Praktische Erlebnis- und Umweltpädagogik, Hard- und Softskills, 1 x 2 SWS

Zusatzqualifikation 1 (WP)

5

1 PL (Kurstypische Arbeit KTA), benotet, Klausur oder Lehrprobe

30 PZ

60 SS

90 WL= 3 CP

6.2.2

Praktisches Erlebnispädagogisches Projekt

Projekt, 3 SWS+;0,7 SWS Coaching

5

1 PVL, unbenotet

(Bericht)

45 PZ

225 SS

270 WL

12 CP (inkl. Qualitative Sozialforschung)

6.2.4.

Praktisches Erlebnispädagogisches Projekt

6

1 PL, benotet

(Portfolio)

45 PZ

165 SS

190 WL

9 CP (inkl. Forschungsmethoden)

6.5

Bachelor-Thesis (Optional!)

Die BA-Thesis kann optional thematische Anteile der Qualifizierung bearbeiten, ist jedoch nicht Teil der Qualifizierung. Der Titel der BA-Thesis wird im Zertifikat ausgewiesen, wenn das Thema in den Bereich des Zertifikats fällt.

7

   

• Kurstypische Arbeit: Dokumentation, Anleitung von Interaktions-Aufgaben, Organisation von Themenblöcken, Lehrproben und ein gemeinschaftlich durchgeführtes erlebnis- oder umweltpädagogisch ausgerichtetes Projekt, Bericht
• Prüfungsleistung: Hausarbeit benotet, Referat benotet, Lehrprobe benotet, Klausur benotet