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Leitbild der EFH Freiburg
Die Evangelische Fachhochschule Freiburg,
Protestant University of Applied Sciences, ist
eine Hochschule für Soziale Arbeit, Diakonie
und Religionspädagogik. Sie ist Teil „eine(r)
offene(n) Kirche. In christlicher Verantwortung
nehmen wir gesellschaftliche Entwicklungen wahr,
greifen Impulse auf und wirken in die Gesellschaft
hinein.“ Wir setzen uns ein für ein
Zusammenleben, das durch die Freiheit von Gewalt
und von immaterieller und materieller Not sowie
durch Respekt vor der Schöpfung gekennzeichnet
ist. Unser Ziel ist es, Menschen für ein
solches Zusammenleben zu befähigen.
Unser Ziel: Soziale Gerechtigkeit und Selbstzwecklichkeit
des Menschen
Als Hochschule in kirchlicher Trägerschaft
sehen wir unsere Aufgabe darin, soziale, pädagogische
und theologische Problemstellungen auf ihre
menschengemäße und sachgemäße
Ausgestaltung hin zu durchdenken und Veränderungspotentiale
aufzuzeigen. Unsere Hochschule orientiert sich
auf der Grundlage des biblischen Menschenbildes
im Sinne zugewandter Solidarität am Gedanken
der sozialen Gerechtigkeit und der Selbstzwecklichkeit
des Menschen.
Unsere Aufgabe in Lehre und Forschung: Anwendungsorientierte
Ausbildung, praxisrelevante Forschung und praxisnahe
Weiterbildung
Wir bieten unseren Studierenden eine Ausbildung,
die zukunftsorientiert am Stand der Forschung,
der Theoriebildung und an den Bedürfnissen
der Berufswelt ausgerichtet ist. Wir engagieren
uns in der praxisrelevanten Forschung und Weiterbildung.
In Ausbildung, Forschung, Weiterbildung und
Praxisberatung kooperieren wir auf lokaler,
nationaler und internationaler Ebene mit Hochschulen,
Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie
mit Partnern in der Diakonie und anderen Trägern
Sozialer Arbeit, in Politik, Wirtschaft, Verwaltung,
Kirche und Kultur.
Unsere gemeinsame Aufgabe: Wir sind Bildungspartner
Wir sind eine Ausbildungsstätte, die
auch zur Persönlichkeitsbildung beitragen
möchte: Ein wesentliches Element unserer
Hochschulkultur ist deshalb die persönliche
Begleitung während des Studiums. Im Rahmen
des Studiums fördern wir die persönliche,
soziale und wissenschaftliche Kompetenz unserer
Studierenden und tragen zur Teilhabe und Gleichstellung
bei. Die Studierenden verstehen sich als Mitgestaltende
dieses Prozesses.
Unsere Verantwortung: Aktualität des
Wissens und Qualität der Lehre
Wir vermitteln aktuelles Wissen und professionelle
Kompetenz mit Engagement. Dabei stützen
wir uns auf die Erfahrungen der Lehrenden in
Theorie und Praxis. Professorinnen und Professoren,
Lehrbeauftragte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in den Fachbereichen und Instituten tragen Verantwortung
für die Güte der Lehre nach Inhalt
und Art der Darbietung. Wir gewährleisten
durch unsere Öffentlichkeitsarbeit die
kontinuierliche und umfassende Information über
unsere Arbeit. Durch unsere publizistischen
Tätigkeiten tragen wir zur Forschung, Theoriebildung
und Praxisentwicklung bei.
Unser Weg: Kontinuierliche Weiterentwicklung
Wir stellen uns als praxisorientierte Hochschule
dem Wettbewerb der nationalen und internationalen
Bildungseinrichtungen. Die kontinuierliche
Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildungsangebote
sowie angemessener Lehr- und Lernformen ist
ein vorrangiges Anliegen unserer Hochschule,
damit unsere Absolventinnen und Absolventen
auch künftig hervorragende berufliche Chancen
haben. Eingebunden in das umfassende Qualitätsmanagement
der Hochschule nutzen wir die Selbstevaluation
und Evaluation unserer Lehre zur Weiterentwicklung
und Verbesserung.
Unsere Kultur: Kooperation und Toleranz
Wir setzen uns in Lehre und Forschung, in
den Organen und Gremien der Hochschule wie in
der Hochschulverwaltung für die Transparenz
von Entscheidungen und Maßnahmen ein,
für klare Organisations- und Entscheidungsstrukturen
sowie einen nachhaltigen Umgang mit anvertrauten
Ressourcen. Dies setzt Gestaltungsfreiheit,
Eigenverantwortung und wechselseitige Rücksichtnahme
in allen Bereichen voraus. Wir fördern
fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit
und Interdisziplinarität, Stärkung
des Teamgedankens und Optimierung der Dialog-
und Diskursfähigkeit. Unsere Fachhochschule
ist der Gleichstellung von Frauen und Männern
als durchgängiges Leitprinzip verpflichtet.
Wir verpflichten uns zum interreligiösen
und interkulturellen Dialog. Wir wollen Ausgrenzung
verhindern und fördern Integration. Wir
unterstützen die Vereinbarkeit von Beruf
und Familie. Unser Umgang miteinander als Hochschulgemeinschaft
ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung
und Toleranz.
1) Leitsatz II.13 der Evangelischen
Landeskirche in Baden. – In: Landesbischof
Dr. Ulrich Fischer: Leitsätze und Kirchenbindung.
Der Leitsatzprozess der Evangelischen Landeskirche
in Baden als Beitrag zur Stärkung protestantischer
corporate identity. – In: Reiner Marquard
(Hg.): Mitten im Leben. Bischöfinnen und
Bischöfe zur Zukunft des Protestantismus,
Stuttgart 2003, (155-170) 162.165-167.
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